Riester

Lohnt sich für mich der Abschluss einer Riester-Rente ? Sicherlich haben sich das viele von Ihnen schon einmal gefragt. Eine Zeit lang war dieses Thema schließlich in aller Munde. Der damalige Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Riester, hat die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge durch Altersvorsorgezulage auf den Weg gebracht. Die Notwenigkeit für diesen Schritt sah in den erneuten Rentenreformen der Bundesregierung, die eine Kürzung der gesetzlichen Renten um 3% vorsahen. Möchte man seinen Lebensstandard im Alter allerdings halten, sollte man ernsthaft über eine zusätzliche Rente nachdenken.
Diese freiwillige Versicherung wird ja nun auch vom Staat gefördert. Auf Antrag kann ein rentenversicherungspflichtiger Arbeitnehmer diese Zulage, die sich aus Grund- und Kinderzulage zusammensetzt, erhalten. Dies gilt auch für rentenversicherungspflichtige Selbstständige, Empfänger von Arbeitslosengeld, Menschen im Vorruhestand, Amtsträger sowie erwerbsgeminderte oder dienstunfähige Personen. Voraussetzung ist eben nur der Abschluss über eine private Rentenversicherung. Um die volle Höhe der Altersvorsorgezulage zu erhalten, muss man 4% seines Vorjahreseinkommens einsparen, den sogenannten Mindesteigenbeitrag.
Durch den Abschluss einer solchen privaten Rentenversicherung bekommt man eine garantierte lebenslange Zusatzrente zuzüglich der eben schon beschriebenen staatlichen Zulage. Allerdings darf man nicht vergessen, jährlich den Antrag darauf zu stellen. Schätzungen zufolge "verdient" der Staat über 600 Millionen Euro jährlich dadurch, dass die Riester-Sparer vergessen, ihre Anträge rechtzeitig zu stellen. Bei ungefähr jedem Vierten ist dies der Fall.

16.5.11 19:50, kommentieren